Auch die Barbourofelidae, katzenartige Raubtiere, die allerdings nicht zu den echten Katzen, wie die späteren Säbelzahnkatzen gehörten, verfügten über diese gefährlichen Waffen. Die Barbourofelidae hatten die Größe eines Löwen, von der Statur her ähnelten sie auf Grund des kräftigen Körperbaus allerdings eher den Bären.
Beiden Säugetier-Familien gemeinsam war die Problematik, dass die langen, seitlich abgeflachten Säbelzähne recht zerbrechlich und damit nicht geeignet waren, Beutetiere festzuhalten. Zum “Ausgleich” verfügten Beutegreifer mit flacherem Säbelzahn über besonders große und kräftige Pranken, mit denen die Beute fixiert wurde.
Durch vergleichende Untersuchungen anhand von Knochen und Zähnen verschiedener früherer und heutiger Raubtierarten konnte eine Verbindung von längeren, abgeflachten (dünnen) Eckzähnen zu dickeren Knochen der Vordergliedmaßen nachgewiesen werden. Welche Art Fangzahn sich schließlich durchgesetzt hat, zeigt ein Blick (nicht nur..) in die Katzenwelt.
Heutige Katzen verfügen zwar noch immer über verlängerte Eckzähne, diese sind allerdings erheblich kürzer und zeigen eine rundliche Form, die das Festhalten von Beutetieren mit dem Maul ermöglicht ohne, dass die Zähne dabei zu brechen drohen.
Wie alles begann…
… Die ersten katzenartigen Tiere, die Miaciden, lebten vor etwa 60 Millionen Jahren in unseren Wäldern und sahen eher aus wie ein Marder als wie eine Katze.
Nach tausenden von Jahre entwickelten sich dann eine breite Arten- und Stämmenvielfalt. Die wohl bekannteste Großkatze aus dieser Zeit ist der Säbelzahntiger (Smilodon), der vor etwa 12 Millionen Jahren lebte.
Zugleich entstanden auch Kleinkatzen, wie unsere Hauskatze, von denen man sogar Fossilien gefunden hat.
Abstammung
Heute wird die Falbkatze als alleinige Vorfahre unserer Hauskatze erklärt. Manche Wissenschaftler dachten nämlich, dass die Hauskatze auch von der Manul oder Rohrkatze abstammen könnte oder eine Kreuzung von Rohr- und Wildkatze ist, was nun jedoch abgestritten wurde.
Wie die Katze zum Haustier wurde…
Eigentlich hat sich die Katze selbst zum Haustier gemacht. Als die Menschen sesshaft wurden, aß sie die Essensreste der Siedlungen und schloss sich jenen irgendwann an. In Mesopotamien, Südost-Anatolien und Jordanien wurden bereits vor 9.000 Jahren Knochen von Kleinkatzen zusammen mit menschlichen Knochen gefunden.