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Wildkatzen

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Im Reich der Raubkatzen

Kürzlich (19.04.2012) im Kino angelaufen ist der Film IM REICH DER RAUBKATZEN.

IM REICH DER RAUBKATZEN (African Cats) zeigt Leben, Liebe und den Kampf ums Überleben der Könige der Savanne -  Löwen und Geparden -  inmitten einer der wildesten und artenreichsten Gegenden der Erde, der Masai Mara in Kenia. IM REICH DER RAUBKATZEN ist ein mitreißendes Epos und eine wahre Geschichte. Im Mittelpunkt die Jung-Löwin Mara, die mit ihrer starken, mutigen und erfahrenen Mutter inmitten eines Löwenrudels aufwächst, sowie von Fang, dem stolzen alten Führer des Rudels, der seine Familie vor rivalisierenden Löwen schützt und eines Tages der Übermacht der angreifenden Jugend weichen muss. Und es ist die Geschichte von Sita, einem furchtlosen Geparden-Weibchen, das als alleinerziehende Mutter fünf freche Neugeborene vor tödlichen Gefahren durch Hyänen, Löwen und Geier bewahren und trotzdem täglich auf kräftezehrenden Beutezug für Ihren Nachwuchs gehen muss. Disneynature zeigt in diesem Abenteuer aus dem wahren Leben, das in mehr als zwei Jahren Drehzeit unter der Regie von Keith Scholey und Alastair Fothergill (UNSERE ERDE) entstanden ist, das Reich der großen Raubkatzen wie man sie noch nie zuvor gesehen hat. Ein eindrucksvoller Naturfilm über starke Familienbande, große Emotionen und die Schönheit und Härte des Lebens in der Wildnis.

„Wir freuen uns sehr, mit Disneynature zu arbeiten und die Chance zu bekommen einen Kinofilm zu machen“, sagt Regisseur Alastair Fothergill. „Wir können die Schönheit der Tiere, die eindrucksvolle Größe der Landschaft und all diese unglaublichen Geräusche der Masai Mara darstellen, so wie es zuvor noch nie gezeigt wurde. Da wir spezielle Kameras benutzt haben, wird das Publikum jedes Haar am Rücken der Löwen und Geparden sehen können“. „Als wir beim Dreh einen Löwen brüllen gehört haben, war dies so kraftvoll, dass unser Wagen gezittert hat“, ergänzt Regisseur und Produzent Keith Scholey. „Wir möchten, dass die Menschen diese Erfahrung mit uns teilen – dass sie sich gefährlich nah am Geschehen fühlen.“

Im Reich der Raubkatzen, Regie: Keith Scholey und Alastair Fothergill, im Verleih von Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Leoparden aus javanischem Regenwald

[Welt der Katzen, Berlin 05.03.2012] Java-Leoparden-Nachwuchs in Berlin vorgestellt.

Der im Januar 2012 im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde geborene Nachwuchs der Java-Leoparden wurde heute in Berlin der Öffenlichkeit vorgestellt.

Die nur auf der indonesischen Insel Java vorkommende Unterart des Leoparden gehört zu den bedrohten Tierarten. Es existieren nur etwa 250 Exemplare der schönen Katzenart.

Leoparden haben übrigens heute das größte Verbreitungsgebiet aller wilden Katzenarten.

Gepardennachwuchs in Außenanlage

[Welt der Katzen, Neuwied 03.03.2012] Bei den derzeitigen, milden Temperaturen ist der Gepardennachwuchs des Zoo Neuwied ab sofort in der Außenanlage zu besichtigen.

Die fünf Gepardenbabys Jabali, Zuri, Tanisha, Asali und Kianga wurden am 24.10. 2011 im Zoo Neuwied geboren. Eine kleine Sensation, wenn man bedenkt, dass es der erste Gepardenwurf im dortigen Zoo seit 1989 ist. Zudem werfen Gepardinnen im Normalfall nur ein bis drei Junge. Ein 5er-Wurf ist außergewöhnlich.

Berggeister mit rauchigem Fell

Wie Untersuchungen gezeigt haben, könnte das Zorkul Naturschutzgebiet in Tadschikistan an der Grenze Afganistans eine wichtige Rolle bei der Erhaltung des Schneeleoparden spielen.

Foto: FFI/Panthera

Das Zorkul Naturschutzgebiet ist eine wilde, unwirtliche Gebirgslandschaft. Der Zorkul-See und die ihn umgebenden Feuchtgebiete waren bei Vogelkundlern bereits bekannt. Welche Art Leben die umgebenden Berge beherbergen entzog sich allerdings weitgehend der Kenntnis.

Um diesbezügliche Erkenntnisse zu gewinnen, bildete Fauna & Flora International (FFI) ein Team lokaler und internationaler Wissenschaftler um Details bezüglich der Biodiversität der Region zu untersuchen.  Das Team hoffte in diesem Zusammenhang auch Informationen über das Vorkommen einer der seltenen Katzen der Welt sammeln zu können. – Den Schneeleoparden.

Der Berggeist

Schneeleoparden leben in den abgelegenen Bergregionen Zentralasiens. Die großen Katzen sind durch ihr dickes, rauchig-graues Fell gut an die Kälte in extremer Umgebung angepasst. Sie sind in der Lage über 10 Meter weit zu springen und Beutetiere bis zum 3fachen ihres Gewichtes zu erlegen.

Die IUCN listet den Schneeleoparden als stark gefährdet. Der Bestand der Tiere ist in den letzten 16 Jahren durch Wilderei und Lebensraumverlust um mindestens 20% gesunken. Weitere Gefahren drohen dem Schneeleoparden durch den Rückgang der Beutetiere. Hierdurch wird die Katze gezwungen sich der Viehbestände der Einheimischen zu bedienen, was unweigerlich zu Konflikten mit den Menschen und Vergeltungsaktionen führt.

Das zurückhaltende und schwer fassbare Wesen dieser großen Katzen, das sie zuweilen wie Berggeister erscheinen lässt, macht die Erhaltung der Art zusätzlich problematisch. Es ist weder einfach ihre Bevölkerungszahl abzuschätzen, noch kritische Lebensräume zu ihrem Schutz zu definieren.

Aus diesen Gründen werden technische Hilfsmittel, wie Kamerafallen, d.h. automatisch arbeitende Kameras mit Bewegungssensoren als wertvolle Hilfsmittel zum Schutz des Schneeleoparden eingesetzt. DA die einzelnen Individuen des Schneeleoparden durch ihr einzigartiges Fellmuster identifiziert werden können, werden Kamerafallen meist paarweise angeordnet um beide Seiten der Katzen abzubilden.

Mit Unterstützung von Panthera, einer weltweit führenden Organisation zum Schutz wilder Katzen, platzierten die Wissenschaftler 11 Kameras an 7 unterschiedlichen Orten an denen bereits früher Anzeichen für das Vorkommen von Schneeleoparden gefunden worden waren, in der Hoffnung einen Einblick in Aktivitäten und Verhalten zu gewinnen – und sie hatten Glück.

Im Untersuchungszeitraum konnten die Kameras in einem Tal-System Aufnahmen von 5 unterschiedlichen Schneeleoparden “schießen”. Darunter einer Familie mit 2 Jungtieren. Als das Team nach 3 Monaten zum Abbau der Kameras zurückkehrte, fehlte eine Kamera. Die dreisten Diebe konnten mit Hilfe der zweiten, gekoppelten Kamera überführt werden. Diese zeigte, wie die Jungen die fehlende Kamera wegschleppen. Die Kameras zeigten auch zahlreiche Aufnahmen anderer Bergbewohner wie Steinböcke oder Marco-Polo-Schafe, die größten lebenden Wildschafe.

Der die Untersuchungen leitende Wissenschaftler, Dr. David Mallon schwärmt von den Ergebnissen “Dies ist der erste detaillierte Überblick über die Biodiversität dieses Gebietes. Es ist aufregend so viel Vielfalt zu sehen, doch der Höhepunkt war die Bestätigung einer scheinbar gesunden Population des Schneeleoparden.”

 Was bedeuten die Erkenntnisse nun für die Erhaltung des Schneeleoparden?

“Schneeleoparden haben eine geringe Bevölkerungsdichte, was bedeutet, dass große Gebiete geschützt werden müssen um diese Arten effektiv zu erhalten “, erklärt Dr. Alex Diment von FFI. “Diese Untersuchung hat eine ungewöhnlich hohe Zahl der Schneeleoparden in den Wakhan Bergen gezeigt. Dies könnte somit eine wichtige Region zur Erhaltung der Schneeleoparden sein.”

Foto: Steve Winter/National GeograficDr. Tom McCarthy, Direktor des Panthera Schneeleopardenprogramms fügt hinzu: “Schneeleoparden leben sowohl im Norden als auch im Süden dieser Region.  Hier könnte somit ein Korridor geschaffen werden um die genetische Vielfalt der Art zu sichern. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es noch Hoffnung für den Schneeleoparden geben kann.”

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