Selbst das liebste Kätzchen der Welt ist innen drin ein Raubtier. Egal welche Rasse, die Katze lässt sich das Jagen nicht nehmen. Der Jagdtrieb muss nicht immer nur von Hunger ausgelöst werden. Eine kleine Bewegung, sei es eine Fliege oder ein Ball reicht, das Mieze dem Objekt hinterher springt. Das Jagen lernt die Katze mit ihrem Spieltrieb von klein auf und die Mutter bringt ab und zu auch lebendige Mäuse ihren Kinder mit. Man muss sich auch nicht wundern, wenn die Katze anfängt, durch die Luft zu springen oder etwas aus dem Nichts zu fangen. Das dient einfach dazu den angestauten Jagdtrieb irgendwie loszuwerden.
Die wilden Vorfahren der Katze jagten am liebsten in der Dämmerung, aber unsere domistizierte Hauskatze jagt die meiste Zeit am Tag. Im Sommer meiden sie aber die heißen Mittagsstunden, dann wird eher in der Morgendämmerung oder abends gejagt, im Winter nutzt sie den warmen Nachmittag.
Und so läuft die Jagd ab: Erst weckt ein verdächtiges Geräusch die Aufmerksamkeit der Katze z.B. das Rascheln einer Maus im Gras. Hat sie das Opfer geortet, schleicht sie sich von hinten langsam und still heran, dabei ist der Bauch ganz nah am Boden. Ist die Katze nah genug an der Beute, wartet sie einen günstigen Moment ab. Ihre Augen verfolgen jede Bewegung des Tiers, sie tritt mit ihren Hinterbeinen und der Schwanz zuckt nervös. Sie macht sich jetzt bereit für den Angriff und versucht mit einem Sprung die Maus zu erwischen und fängt sie mit den Vorderpfoten. Doch damit ist es allein nicht geschafft, denn die Maus weiß sich auch zu wehren und beißt und zappelt um ihr Leben. So erreicht die Maus auch, dass die Katze sie erschrocken loslässt und schafft es zu fliehen, was nicht selten vorkommt. Hat das Opfer jedoch Pech, wird es mit einem Genickbiss sofort getötet. Oft muss die Katze dabei erst die richtige Position zum Zubeißen finden, da ihre Zähne nicht genug Kraft haben, etwas Hartes wie die Wirbelsäule zu zerquetschen. Deshalb zwängt sich der Eckzahn beim Tötungsbiss wie ein Keil zwischen die Halswirbel und sprengt diese auseinander, wobei das Rückenmark zerreißt und die Maus sofort tot ist. Damit der Biss so präzise wie möglich ist, macht die Katze während des Zubeißens eine Reihe schneller Kieferbewegungen, die sie aussehen lassen, als würde sie schnattern.

Manchmal kann man sehen, wie eine Katze Vögel beobachtet und dabei anfängt, mit zurückgezogenen Mundwinkeln zu “schnattern”. Das ist nichts anderes als der beschriebene Tötungsbiss, den die Katze hier ausübt, als hätte sie einen der Vögel bereits im Maul. Verhaltensforscher nennen so etwas eine Leerlaufhandlung. Der Reiz, den die belauerten, aber unerreichbaren Vögel auf die Katze einwirkt, ist so stark, dass er die Instinkthandlung des Zubeißens unwillkürlich auslöst.
Nach der erfolgreichen Jagd, ruht sich die Katze erstmal aus und lässt die Beute links liegen. Sie schnuppert am Boden oder putzt sich, das macht sie, um die Spannung und den „Stress“ bei der Jagd abzubauen. Hat sich der Jäger genug entspannt, trägt die Katze ihre Beute an einen sicheren und ruhigen Ort und lässt es sich wohlverdient schmecken.

Hier und da bringt die Katze ihre Beute auch mal gern nach Hause, worüber Frauchen oder Herrchen meistens nicht unbedingt begeistert sind. Schimpfen bringt dabei gar nichts. Trägt das Haustier wieder eine Jagdtrophäe mit nach Hause, einfach das (hoffentlich) tote Tier in einem unbeobachteten Moment entsorgen und der Katze frisches Futter als kleine Belohnung geben.
Katzen verständigen sich untereinander hauptsächlich mit der Körpersprache und mithilfe von Gerüchen (Chemokommunikation). Das Reiben oder Anpinkeln an Gegenständen markiert ihr Revier. Die Lautsprache umfasst 11 wesentliche Lauttypen. Das jedem bekannte “Miauen” ist überwiegend für uns Menschen bestimmt. Meist heißt es „Spiel mit mir“ oder „Füttere mich“.
Die Stimmung der Katze erkennt man an der Körperhaltung und dem Schwanz, aber auch an Ohren und Augen.
Kommt einem eine Katze mit erhobenem und leicht gebogenem Schwanz entgegen, begrüßt sie ihren Menschen und ist freundlich gestimmt. Wenn sie einem um die Beine geht, ist das ein Zeichen von Vertrauen und Freude.
Wenn eine Katze auf dem Rücken liegt und ihren empfindlichen Bauch zeigt, fühlt sie sich in ihrer Umgebung sehr wohl. Bestimmt hätte sie jetzt gern ein paar Streicheleinheiten;-)
Fauchen und gebückte Haltung sind Signale, dass die Katze sauer und ihr nicht näher kommen sollte, da sie sonst kratzen und beißen würde.
Bei Angst macht die Katze einen Katzenbuckel und sträubt die Haare, womit sie größer erscheinen will. Oft wird es mit Fauchen verstärkt.
Schnelles Hin- und Herzucken des Schwanzes kann Unwohl oder Verwirrung bedeuten.
Putzt sich eine Katze sehr gründlich, obwohl sie längst sauber ist, hat sie voll was ausgefressen und entschuldigt sich.
Katzen schnurren nicht nur, wenn sie sich wohl fühlen. Auch wenn sie Schmerzen haben oder krank sind, schnurren Katzen. Es besitzt eine beruhigende Wirkung (ob es auch bei Menschen funktioniert? schnurrrr….^^).