Mark Twain, mit bürgerlichem Namen Samuel Langhorne Clemens, 1835-1910 ist hauptsächlich als Autor bekannt geworden.
Er war ein großer Katzenfan und hat im Zusammenhang mit diesen Tieren zahlreiche Aussagen getätigt, die seine Faszination und Zuneigung belegen.
“Unter allen Geschöpfen dieser Erde gibt es nur eines, das sich nicht versklaven lässt. – Die Katze.”
“Der wesentliche Unterschied zwischen einer Katze und einer Lüge besteht darin, dass eine Katze nur neun Leben hat.”
“Wir sollten darauf achten, einer Erfahrung nur so viel Weisheit zu entnehmen, wie in ihr steckt – mehr nicht; damit wir nicht der Katze gleichen, die sich auf eine heiße Herdplatte setzte. Sie setzt sich nie wieder auf eine heiße Herdplatte – und das ist richtig; aber sie setzt sich auch nie wieder auf eine kalte.”
“Würde man Menschen mit Katzen kreuzen, würde dies die Menschen veredeln, aber die Katzen herabsetzen.”
“Wenn Tiere sprechen könnten, wäre der Hund ein ungeschickter Kamerad, der unverblümt seine Meinung herausbellt, während die Katze den seltenen Charme besäße, nie ein Wort zuviel zu sagen.”
“Ein Mensch, der eine Katze am Schwanz trägt, lernt etwas, das er auf keine andere Art und Weise lernen kann.”
“Ich kann einfach einer Katze nicht widerstehen, schon gar keiner schnurrenden. Sie sind die saubersten, herzigsten und intelligentesten Dinger, die ich kenne, ausgenommen natürlich das Mädchen, in das man verliebt ist.”
„Wenn ich mit meiner Katze spiele, bin ich nie sicher, ob ich zu ihrer Belustigung beitrage oder sie zu meiner“.
Nicht über die Katze, aber trotzdem bemerkenswert (wie auch viele andere Aussagen Mark Twains):
“Der Mensch ist ein religiöses Tier. Er ist das einzige Tier, das seinen Nächsten wie sich selber liebt und, wenn dessen Theologie nicht stimmt, ihm die Kehle durchschneidet.”
An eine Katze
Mein edler Freund, ich bitte sehr:
Komm doch her,
Sitz neben mir und schau mich dann
Mit deinen lieben Augen an,
Mit Augen voller Glanz und Gold;
Dein Blick, er ist so treu und hold.
Dein wundervolles weiches Fell,
Schwarz und hell,
So seidig, üppig, voller Pracht,
Wie Wolkenhimmel in der Nacht
Belohnt die Hand, die dich liebkost,
Mit freundlicherem Glück und Trost.
Die Hunde freunden gern sich an
Mit jedermann.
Doch du, von lauterer Natur,
Liebst deine wahren Freunde nur,
Berührst mit deiner Pfote mich -
Ja, Lieber, ich verstehe dich.
Was geht wohl vor in deinem Geist -
Ach, wer weiß?
Wenig nur ist uns bekannt
Trotz unsrem Freundschaftsband.
Vielleicht ist’s dem Menschen nur vergönnt,
Daß er das Leben besser kennt.
von
Algernon Charles Swinburne (1837-1909)
Am ersten Tag erschuf Gott die Katze.
Am zweiten Tag erschuf Gott den Menschen, um der Katze zu dienen.
Am dritten Tag erschuf Gott alle Tiere der Erde, um als potentielles Futter für die Katze zu dienen.
Am vierten Tag erschuf Gott die Arbeit, dass die Menschen zum Wohle der Katze arbeiten konnten.
Am fünften Tag erschuf Gott das Wollknäuel, dass die Katze damit spielen kann (oder auch nicht).
Am sechsten Tag erschuf Gott die Tierärzte, um die Katze gesund und die Menschen bankrott zu halten.
Am siebenten Tag wollte Gott rasten, doch er musste das Katzenklo reinigen.
Begünstigte Tiere
von Johann Wolfgang von Goethe
Vier Tieren auch verheißen war,
Ins Paradies zu kommen,
Dort leben sie das ew‘ge Jahr
Mit Heiligen und Frommen.
Den Vortritt hier ein Esel hat,
Er kommt mit muntern Schritten:
Denn Jesus zur Propheten-Stadt
Auf ihm ist eingeritten.
Halb schüchtern kommt ein Wolf sodann,
Dem Mahomet befohlen:
»Laß dieses Schaf dem armen Mann,
Dem Reichen magst du‘s holen.«
Nun, immer wedelnd, munter, brav,
Mit seinem Herrn, dem braven,
Das Hündlein, das den Siebenschlaf
So treulich mitgeschlafen.
Abuherriras Katze hier
Knurrt um den Herrn und schmeichelt:
Denn immer ist‘s ein heilig Tier,
Das der Prophet gestreichelt.