Auch die Barbourofelidae, katzenartige Raubtiere, die allerdings nicht zu den echten Katzen, wie die späteren Säbelzahnkatzen gehörten, verfügten über diese gefährlichen Waffen. Die Barbourofelidae hatten die Größe eines Löwen, von der Statur her ähnelten sie auf Grund des kräftigen Körperbaus allerdings eher den Bären.
Beiden Säugetier-Familien gemeinsam war die Problematik, dass die langen, seitlich abgeflachten Säbelzähne recht zerbrechlich und damit nicht geeignet waren, Beutetiere festzuhalten. Zum “Ausgleich” verfügten Beutegreifer mit flacherem Säbelzahn über besonders große und kräftige Pranken, mit denen die Beute fixiert wurde.
Durch vergleichende Untersuchungen anhand von Knochen und Zähnen verschiedener früherer und heutiger Raubtierarten konnte eine Verbindung von längeren, abgeflachten (dünnen) Eckzähnen zu dickeren Knochen der Vordergliedmaßen nachgewiesen werden. Welche Art Fangzahn sich schließlich durchgesetzt hat, zeigt ein Blick (nicht nur..) in die Katzenwelt.
Heutige Katzen verfügen zwar noch immer über verlängerte Eckzähne, diese sind allerdings erheblich kürzer und zeigen eine rundliche Form, die das Festhalten von Beutetieren mit dem Maul ermöglicht ohne, dass die Zähne dabei zu brechen drohen.
Ludwig XIII. (1601-1643), herrschte von 1610 bis 1643 als König über Frankreich. Zu seiner Zeit wurden Katzen als Teufelstiere gejagt und verbrannt, was durch seine Hand schließlich beendet wurde. Er selbst besaß eine weiße Katze, die er jeden Morgen in sein Schlafzimmer ließ und sogar auf Koferenzen mit dem Rat mitnahm. Katzen konnten das Leben am französischem Hof wahrlich genießen
Kardinal Richelieu (1585-1642) war Minister, Berater und Freund von König Ludwig XIII. Er war skrupellos und setzte mit Gewalt seine Macht durch. Seine Katzen waren ein wichtiger Bestandteil in seinem Leben und kümmerte sich in seiner Freizeit liebevoll um sie. Damit es seinen Samtpfoten auch nach Richelieus Ableben gut haben, stellte er zwei Wärter an, die die Tiere pflegen sollten.
Papst Pius IX. (1792 – 1878) war bekannt für seine Katzenliebe. Seine Katze leistete ihm sogar am Essenstisch Gesellschaft, wo die Katze ein wahres Gourmet-Menü einnahm.
Charles Dickens (1812 – 1870) war Autor von weltbekannten Geschichten wie Eine Weihnachtsgeschichte oder Oliver Twist und gehört zweifellos zu den bedeutendsten britischen Romanschriftstellern. Dickens liebte Katzen über alles. Eine seiner Katzen hieß Wilhelm, doch nachdem der „Kater“ Junge bekam, wurde er in Wilhelmine umbenannt. Eines Abends saß Dickens, in ein Buch vertieft, am Tisch, seine Katze neben sich. Plötzlich ging die Kerze aus. Dickens zündete sie wieder an, streichelte zerstreut seine Katze, die ihn mit einem herzerweichenden Blick bedachte, und las weiter. Als die Kerze kurz darauf wieder erlosch, bemerkte Dickens die erhobene Pfote, mit der das Tier die Flamme ausgeschlagen hatte! Sie wollte, dass ihr Herrchen ihr Aufmerksamkeit schenkte – und davon bekam sie dann auch reichlich
Charles Pierre Baudelaire (1821 – 1867) zählt zu den bedeutendsten, französischen Dichtern des 19.Jahrhunderts. Als erklärter Katzenfreund schrieb Baudelaire auch mehrere Gedichte über die kleinen Stubentiger (z.B. Die Katze). Auf all seinen Wegen nahm er sich die Zeit, streunende Katzen heranzulocken und zu streicheln. Eines Tages beobachtete ein Freund ihn dabei, wie er gedankenverloren vor einer Wäscherei stand und eine Katze bewunderte, die auf einem Stapel frischer Weißwäsche hockte.
Harrison William Weir (1824 – 1906) war Maler, Schriftsteller und Journalist. Er gründete 1887 den National Cat Club und organisierte die erste Katzenrassenausstellung in London. Er selbst züchtete Britisch Kurzhaar und schrieb Bücher über die Katzenzucht. Er war der große Katzenexperte des viktorianischen Zeitalters!
Louis Wain (1860 – 1939) war ein Künstler, der durch teils humoristische, teils exzentrische Darstellungen vermenschlichter Katzen bekannt wurde. Ein Kater namens Peter weckte Louis Wains Interesse an Katzen. Er wurde zum Vorsitzenden des National Cat Club ernannt und half den oft unbeliebten Tieren zu einem besseren Status in seinem Land und setzte sich aktiv für den Tierschutz ein.
Sidonie Gabrielle Colette (1873 – 1954) war eine französische Schriftstellerin, Varietékünstlerin, Journalistin und leidenschaftliche Tierfreundin. Ihre Texte beschreiben das große Einfühlungsvermögen dieser Lebewesen. Sie gilt als eine der größten Katzenliebhaberinnen der literarischen Welt. Auf zahlreichen Fotos ist sie mit ihren Schmusetigern festgehalten auf der Straße, im Garten und sogar am Schreibtisch! Sie selbst besaß unter anderem eine Wildkatze namens Bâ-Tou, die als Jungtier von zwanzig Monaten aus dem Tschad gekommen war. Bâ-Tou spielte und schnurrte wie jede Hauskatze und wurde für ihr Leben gern am Bauch gekrault.
Paul Klee (1879 – 1940) gehört zu den talentiertesten Vertretern der Kunst des 20.Jahrhunderts. Von Katzen war er regelrecht fasziniert: Er bildete sie in seinen Zeichnungen ab, fotografierte und malte sie. Er besaß selbst mehrere Samtpfoten, die er auf Zelluloid bannte und damit unsterblich machte. 1902 zum Beispiel, entstand ein Foto von Mys, einer dunklen Langhaar-Katze. Das ebenfalls langhaarige Kätzchen Nuggi nahm der Künstler 1905 auf. Fritzi, ein gestreifter Tabby, wurde 1921 zum Fotomodell. Zehn Jahre später der weiße Langhaar-Kater Bimbo.
Jean Cocteau (1889 – 1963) war Schriftsteller, Dramatur, Künstler, Grafiker und Regisseur. Er hielt stets mehrere Samtpfoten. Darunter einen wunderschönen Siamkater namens Karoun, dem er eins seiner Werke widmete („Drôle de Ménage“).
Ernest Hemingway (1899-1961) war einer der erfolgreichsten und berühmtesten Schriftsteller seiner Zeit. Er war ein großer Abenteurer und lebte in seinem Haus Finca La Vigía in Kuba mit rund 30 Katzen zusammen. Bis heute wird dort ein Ernest-Hemingway-Museum und eine Katzenstation geführt.
Brigitte Bardot wurde 1934 geboren. Nachdem sie zunächst als Fotomodell gearbeitet hatte, wurde sie 1952 zum einen Filmstar in Frankreich. 1973 beendete sie ihre Karriere und setzt sich seitdem für den Tierschutz ein. Ihre Stiftung entwickelte ein Sterilisationsprogramm für Streuner. Außerdem setzte sie durch, dass jedes Kätzchen, das in Frankreich geboren wird, tätowiert werden muss und in einem Tierregister eingeschrieben wird.
Papst Benedikt XVI. , geboren 1927, ist ein leidenschaftlicher Katzenfreund. Er kümmert sich um seine eigene Katze aber auch um einige Streuner rund um den Vatikan. Man sagt, dass der Papst während seines Rundgangs immer ein kleines Gefolge aus Katzen dabei habe. Bisher waren die Berichte über die Zuneigung zu Katzen des Heiligen Vaters eher nützlich und milderte das strenge Bild von der Vermittlung christlicher Grundsätzen. Aber der Vatikan verbietet Tierschutzorganisationen Benedikts Katzenliebe zu verbreiten, da sie befürchten, dass diese die Information auszunutzen könnten.
Weitere bekannte Katzenfreunde:
Die heilige Agatha, Sarah Bernhardt, die Brontë-Schwestern, Claudia Cardinale, Albert Einstein, Anatole France, Paul Gallico, Eugen Gerstenmaier, Heinrich Heine, Konfuzius, Abraham Lincoln, Sophia Loren, Jean Marais, Mohammed, Peter O’Toole, General Patton, Pablo Picasso, Franklin D. Roosevelt, Albert Schweitzer und Queen Victoria, Émile Zola

"Ob es Unglück bringt, wenn dir eine schwarze Katze über den Weg läuft, hängt alleine davon ab, ob du ein Mensch oder eine Maus bist! " - Zitat von Konfuzius (chinesischer Philosoph)
Berühmte Katzenhasser:
Heinrich III (1551 – 1589), König von Frankreich, hatte vor Katzen solche Panik, dass er in Ohnmacht fiel, wenn er sie nur von weitem sah.
Ludwig XIV, der Sonnenkönig, (1638 – 1715) soll schon im zarten Alter von 10 Jahren angeblich Freudentänze an Scheiterhaufen aufgeführt haben, in denen Katzen bei lebendigem Leibe verbrannt wurden.
Alexander der Große, Julius Caesar und Napoleon Bonaparte litten an einer Katzenphobie.
Viele Künstler aller Jahrhunderte waren vom Wesen der Katze inspiriert. Diese Kombination von sanft und wild in einem Tier erregte in vielen von ihnen eine große Faszination. So wurden die Katzen in unzähligen Gemälden festgehalten.
In Ägypten fing alles an: Bastet, die Katzengöttin, fand man auf alten Abbildungen und Statuen in Grabkammern. (Mehr dazu im Artikel „Antikes Ägypten“).
Auch im antiken Rom entdeckte man Bilder z.B. Mosaike mit Katzen als Motive.
Ende des 18. Jahrhundert wurde die Katze eines der beliebtesten Kunstmotive. In der Gesellschaft erstand zu der Zeit die gewünschte Ordnung, Bürgerlichkeit und Industrialisierung. Trotz allem bewahrte sich die Katze ihre Unabhängigkeit und natürliche Anmut. Sie widerspiegelte die Sehnsüchte der Menschen, den Wunsch Vernunft und Wille mit erotischem Verlangen vereinen zu können und den Traum der Freiheit. In der Romantik erkannte man das Geheimnisvolle und Magische der Katze, was den Menschen seit jeher fasziniert hat.
Der Künstler Pierre Auguste Renoir (1841-1919) malte Gemälde von Frauenportraits zusammen mit Katzen und auch andere Impressionisten (Improssionismus = abstrakte Kunst) wie Pierre Bonnard oder Félix Vallotton benutzt Katzen als Kunstmotive ebenso im Expressionismus (=„bewegte Kunst) hat die Katze eine tragende Rolle, wie z.B. bei Franz Marc und Ernst Ludwig Kirchner.
Nach dem 20. Jahrhundert bis heute gibt es kaum große und berühmte Bilder von Katzen, da die Künstler diese eher skizzierten. Paul Klee (1879 – 1940) ist wohl der bekannteste Maler mit einer großen Katzenleidenschaft. Er besaß selbst mehrere Stubentiger, die er alle auf Bildern und Fotografien verewigte. Dass Haustiere glücklich machen, erläuterte die Italienerin Marina Alberghini in ihrem Buch „Il gatto cosmico di Paul Klee“ (span. Die komische Katze des Paul Klee) und erklärte die wichtige Rolle der Katze für den Künstler im Privatleben.
Auch im asiatischen Raum wie in China und Japan sind Katzen oft auf Gemälden abgebildet vor allem als Freunde und Spielgefährten.
Jeder kennt bestimmt die japanische, winkende Katze namens „Maneki Neko“, die als Glücksbringer dient. Die Skulptur steht in vielen Geschäften und Häusern und wünscht mit einer Vorderpfote den Besuchern des Hauses Glück und Reichtum.
Alte, japanische Malereien von Katzen sind besonders durch deren Mythologie geprägt.
Auch in Animes (=japanischer Zeichentrick) spielen sie häufig große Rollen (z.B. in Sailor Moon oder Das Königreich der Katzen) und sind vor allem als Kemonomimi (jap. Tierohren) sehr beliebt.
Kemonomimis sind Menschen mit tierischen Merkmalen z.B. Ohren und Schwänze. Diese entstanden ursprünglich aus der japanischen Fabelwelt, in der Menschen Körperteile von Tieren wie Katzen, Hunden, Füchsen oder anderen Tiere besitzen.
Die Kunstgeschichte der Katze ist noch lange nicht abgeschlossen, was viele Comics wie z.B. Garfield zeigen und bis heute begeistert das wunderschöne Wesen der Samtpfote den Menschen.
Tom und Jerry
Zwei die nicht mit und nicht ohne können: Der Kater Tom und die kleine Maus Jerry. In 161 Folgen versucht Tom mit allen Mittel die clevere Maus zu fangen, ob mit Hammer, Dynamit, Axt oder sonstigen Gerätschaften. Tom und Jerry sind das beste Beispiel für die Feindschaft von Katz und Maus. 1940 entstanden, ist die Serie bis heute ein großer Erfolg und gewann auch schon einige Oscars und andere Preise.
Da Jerry sich wohl nie fangen lassen wird, dürfen wir auf weitere Filme von Tom und Jerrys wilden Verfolgungsjagden und Abenteurer freuen
Garfield
Faul, fett und frech: Diese Eigenschaften machen den Kater Garfield aus. Dieser sitzt am liebsten vor dem Fernseher und isst dabei eine leckere Lasagne oder ärgert seinen dämlichen Mitbewohner Hund Odie. Seinen Herrchen John treibt er oft in den Wahnsinn, wenn er z.B. irgendetwas wieder kaputt gemacht hat. Garfields Leben besteht eigentlich aus rein menschlichen Problemen wie Übergewicht, Unglück und Langweile.
Die Serie erschien erstmals im Jahre 1978 und hat es sogar zweimal auf die Kinoleinwand geschafft!
Aristocats
Um an das Erbe von Madame Adelaide Bonfamille zu kommen, setzt der hinterhältige Butler Edgar die Katze Duchesse mit ihren drei Kätzchen, die die eigentlichen Erbe des Vermögens sind, auf dem Land aus. Dort hilft ihnen der freundliche Straßenkater Thomas wieder zur ihrer Heimatstadt Paris zurückzukehren und versuchen mit ihren tierischen Freunden Edgar zu besiegen.
Der erfolgreiche Disney-Film kam 1970 in die Kinos und spielte 18 Millionen Dollar ein.
Grinsekatze
Die Grinsekatze kommt aus dem Roman „Alice im Wunderland’“. Alice begegnet der Katze auf ihrer Reise durchs Wunderland. Diese kann sich unsichtbar machen, dass nur noch ihr breites Grinsen zu sehen ist.
Im englischen Orginal heißt die Katze „Cheshire Cat“, was von der englischen Redewendung „To grin like a Cheshire Cat „ (engl. Grinsen wie eine Cheshire Katze oder wie wir sagen würden, Grinsen wie ein Honigkuchenpferd). Cheshire ist eine nordenglische Grafschaft, wo der Autor von „Alice im Wunderland“ Lewis Carrol geboren und aufgezogen wurde.
Von „Alice im Wunderland“ gibt es einen Disney-Film aus dem Jahre 1951, welcher aber in den Kinos floppte und zurzeit läuft auch eine neue, morderne Version in 3D von Regisseur Tim Burton in den Kinos (ich kann diesen Film nur wärmstens empfehlen
Sylvester
Sylvester stammt aus dem Hause Warner Bros. Dieser macht seit 1945 vergeblich Jagd auf den kleinen, fröhlichen Kanarienvogel Tweety, der durch etwas Geschicklichkeit und Glück immer wieder entkommt. Die Geschichte erinnert etwas an Tom und Jerry. Sylvester wird am Ende meist stets von „Granny“, der Großmutter wo Tweety wohnt, mit dem Besen verprügelt.
Dieser tauchte erstmal 1963 im Vorspann des Film “Der rosarote Panther” auf, einem witziger Kriminalfilm. In dem spielt ein rosafarbener Diamant eine wichtige Rolle und in der Mitte dieses Edelsteins gibt es einen kleinen Schatten, der aussieht wie ein springender Panther. Da sich die Trickfigur sehr gut verkaufte, wurden 1964 kleine Cartoons fürs Kino produziert.
Später kamen diese auch ins Fernsehn, in Deutschland 1973 im ZDF. Der rosarote Panther bekam außerdem noch ein paar Freunde wie der trottelige Inspector Clouseau und die Ameisenbärendame Blaue Elise, die ständig und immerzu vergeblich versucht, die kleine Ameise zu fangen. Paulchen Panther (so wird er im deutschsprachigen Raum genannt) spricht in seinen Filmen so gut wie nie, stattdessen gibt es einen Erzähler, der manchmal auch mit Paulchen redet oder Ratschläge gibt. Meistens reimt sich sein Gesagtes.
Es folge bald auch moderne Cartoons, in denen Paulchen spricht, was jedoch bei den Fans nicht sonderlich gut und befremdet aufnahmen. Zudem fällte der Charme der Serie, sodass sie keinen Erfolg herbeibrachte und die Produktion eingestellt wurde.
Der rosarote Panther bleibt aber weiterhin eine Kultfigur. Ich habe die alte Serie selbst sehr gern geschaut