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Foto: Marcus Skupin

Katzenkorb in neuem Gewand

[Dorsten, 18.02.2012] Der Blog der Welt der Katzen, der Katzenkorb hat ab sofort ein geändertes Aussehen. Weitere kleine Änderungen erfolgen in Kürze.

Mark Twain und die Katzen

Foto: Wikipedia

Mark Twain

Mark Twain, mit bürgerlichem Namen Samuel Langhorne Clemens, 1835-1910 ist hauptsächlich als Autor bekannt geworden.

Er war ein großer Katzenfan und hat im Zusammenhang mit diesen Tieren zahlreiche Aussagen getätigt, die seine Faszination und Zuneigung  belegen.

“Unter allen Geschöpfen dieser Erde gibt es nur eines, das sich nicht versklaven lässt. – Die Katze.”

“Der wesentliche Unterschied zwischen einer Katze und einer Lüge besteht darin, dass eine Katze nur neun Leben hat.”

“Wir sollten darauf achten, einer Erfahrung nur so viel Weisheit zu entnehmen, wie in ihr steckt – mehr nicht; damit wir nicht der Katze gleichen, die sich auf eine heiße Herdplatte setzte. Sie setzt sich nie wieder auf eine heiße Herdplatte – und das ist richtig; aber sie setzt sich auch nie wieder auf eine kalte.”

“Würde man Menschen mit Katzen kreuzen, würde dies die Menschen veredeln, aber die Katzen herabsetzen.”

“Wenn Tiere sprechen könnten, wäre der Hund ein ungeschickter Kamerad, der unverblümt seine Meinung herausbellt, während die Katze den seltenen Charme besäße, nie ein Wort zuviel zu sagen.”

“Ein Mensch, der eine Katze am Schwanz trägt, lernt etwas, das er auf keine andere Art und Weise lernen kann.”

“Ich kann einfach einer Katze nicht widerstehen, schon gar keiner schnurrenden. Sie sind die saubersten, herzigsten und intelligentesten Dinger, die ich kenne, ausgenommen natürlich das Mädchen, in das man verliebt ist.”

„Wenn ich mit meiner Katze spiele, bin ich nie sicher, ob ich zu ihrer Belustigung beitrage oder sie zu meiner“.

 Nicht  über die Katze, aber trotzdem bemerkenswert (wie auch viele andere Aussagen Mark Twains):

“Der Mensch ist ein religiöses Tier. Er ist das einzige Tier, das seinen Nächsten wie sich selber liebt und, wenn dessen Theologie nicht stimmt, ihm die Kehle durchschneidet.”

Berggeister mit rauchigem Fell

Wie Untersuchungen gezeigt haben, könnte das Zorkul Naturschutzgebiet in Tadschikistan an der Grenze Afganistans eine wichtige Rolle bei der Erhaltung des Schneeleoparden spielen.

Foto: FFI/Panthera

Das Zorkul Naturschutzgebiet ist eine wilde, unwirtliche Gebirgslandschaft. Der Zorkul-See und die ihn umgebenden Feuchtgebiete waren bei Vogelkundlern bereits bekannt. Welche Art Leben die umgebenden Berge beherbergen entzog sich allerdings weitgehend der Kenntnis.

Um diesbezügliche Erkenntnisse zu gewinnen, bildete Fauna & Flora International (FFI) ein Team lokaler und internationaler Wissenschaftler um Details bezüglich der Biodiversität der Region zu untersuchen.  Das Team hoffte in diesem Zusammenhang auch Informationen über das Vorkommen einer der seltenen Katzen der Welt sammeln zu können. – Den Schneeleoparden.

Der Berggeist

Schneeleoparden leben in den abgelegenen Bergregionen Zentralasiens. Die großen Katzen sind durch ihr dickes, rauchig-graues Fell gut an die Kälte in extremer Umgebung angepasst. Sie sind in der Lage über 10 Meter weit zu springen und Beutetiere bis zum 3fachen ihres Gewichtes zu erlegen.

Die IUCN listet den Schneeleoparden als stark gefährdet. Der Bestand der Tiere ist in den letzten 16 Jahren durch Wilderei und Lebensraumverlust um mindestens 20% gesunken. Weitere Gefahren drohen dem Schneeleoparden durch den Rückgang der Beutetiere. Hierdurch wird die Katze gezwungen sich der Viehbestände der Einheimischen zu bedienen, was unweigerlich zu Konflikten mit den Menschen und Vergeltungsaktionen führt.

Das zurückhaltende und schwer fassbare Wesen dieser großen Katzen, das sie zuweilen wie Berggeister erscheinen lässt, macht die Erhaltung der Art zusätzlich problematisch. Es ist weder einfach ihre Bevölkerungszahl abzuschätzen, noch kritische Lebensräume zu ihrem Schutz zu definieren.

Aus diesen Gründen werden technische Hilfsmittel, wie Kamerafallen, d.h. automatisch arbeitende Kameras mit Bewegungssensoren als wertvolle Hilfsmittel zum Schutz des Schneeleoparden eingesetzt. DA die einzelnen Individuen des Schneeleoparden durch ihr einzigartiges Fellmuster identifiziert werden können, werden Kamerafallen meist paarweise angeordnet um beide Seiten der Katzen abzubilden.

Mit Unterstützung von Panthera, einer weltweit führenden Organisation zum Schutz wilder Katzen, platzierten die Wissenschaftler 11 Kameras an 7 unterschiedlichen Orten an denen bereits früher Anzeichen für das Vorkommen von Schneeleoparden gefunden worden waren, in der Hoffnung einen Einblick in Aktivitäten und Verhalten zu gewinnen – und sie hatten Glück.

Im Untersuchungszeitraum konnten die Kameras in einem Tal-System Aufnahmen von 5 unterschiedlichen Schneeleoparden “schießen”. Darunter einer Familie mit 2 Jungtieren. Als das Team nach 3 Monaten zum Abbau der Kameras zurückkehrte, fehlte eine Kamera. Die dreisten Diebe konnten mit Hilfe der zweiten, gekoppelten Kamera überführt werden. Diese zeigte, wie die Jungen die fehlende Kamera wegschleppen. Die Kameras zeigten auch zahlreiche Aufnahmen anderer Bergbewohner wie Steinböcke oder Marco-Polo-Schafe, die größten lebenden Wildschafe.

Der die Untersuchungen leitende Wissenschaftler, Dr. David Mallon schwärmt von den Ergebnissen “Dies ist der erste detaillierte Überblick über die Biodiversität dieses Gebietes. Es ist aufregend so viel Vielfalt zu sehen, doch der Höhepunkt war die Bestätigung einer scheinbar gesunden Population des Schneeleoparden.”

 Was bedeuten die Erkenntnisse nun für die Erhaltung des Schneeleoparden?

“Schneeleoparden haben eine geringe Bevölkerungsdichte, was bedeutet, dass große Gebiete geschützt werden müssen um diese Arten effektiv zu erhalten “, erklärt Dr. Alex Diment von FFI. “Diese Untersuchung hat eine ungewöhnlich hohe Zahl der Schneeleoparden in den Wakhan Bergen gezeigt. Dies könnte somit eine wichtige Region zur Erhaltung der Schneeleoparden sein.”

Foto: Steve Winter/National GeograficDr. Tom McCarthy, Direktor des Panthera Schneeleopardenprogramms fügt hinzu: “Schneeleoparden leben sowohl im Norden als auch im Süden dieser Region.  Hier könnte somit ein Korridor geschaffen werden um die genetische Vielfalt der Art zu sichern. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es noch Hoffnung für den Schneeleoparden geben kann.”

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