von Charles Baudelaire (1821-1867)
Komm an mein leibreiches Herz - schöne Katze - Verbirg die Klauen der Tatze Wenn mein Auge naht Dem deinen gemischt aus Metall und Achat! Wenn meine Finger mit Muse schmeicheln Dem biegsamen Kopf und rücken Und bebt meine Hand im entzücken Dem funkenstiebenden Körper zu streicheln. Dann seh ich im Geist eine Frau: Ihr Blick Gleich deinem - freundlich Tier - Trifft wie ein Pfeil und ist tief und hell. Es schwimmt vom Fuß zum Genick Ein feiner gefährlicher Odem dir Ringsrum um das braune Fell.
Fish & Chips with my British Shorthair ♥
Briten sind höflich, ausgeglichen, offen (auch ein kleines bisschen oberflächlich
) und heiter: Und genauso ist auch deren Katze! Die Britisch Kurzhaar (abgekürzt: BKH) gehört zu den beliebtesten Rassekatzen der Welt, da sie mit ihrem ruhigen und bodenständigen Wesen eine ideale Familienkatze darstellt.
Der kräftige, runde, geschmeidige Körper ist mit einem dichten, rauen und drahtigen („crispy“) Fell bekleidet und die dicke Unterwolle schützt vor Kälte. Die Katze hat einen runden Kopf mit vollen Wangen und großen Kulleraugen und einen stämmigen Hals. Die Beine sind kurz genauso wie der Schwanz. Trotz ihres kleinen Erscheinungsbild ist die Katze auffallend schwer. Mit dieser Statur erinnert die BKH etwas an einen Teddybären.
Die Katze gibt es auch als Langhaar-Version, diese werden dann Highlander, Britanica oder einfach nur Britisch Langhaar genannt.
Den Fellfarben sind bei BKHs keine Grenzen gesetzt: Die beliebtesten sind Blau (weshalb man die blaue Britisch Kurzhaar sehr leicht mit der Kartäuser verwechseln kann), Braun und Schwarz. Heute gibt es alle möglichen Variationen wie Schildpatt, Creme oder sogar Colourpoint.
Die Britisch Kurzhaar ist ein aufmerksames, unabhängiges Tier und ist deshalb kein Schoßkätzchen. Sie liebt ihre Freiheit, ist anhänglich und bleibt dennoch etwas distanziert. Die Katze ist als Wohnungskatze als auch für Freilauf gut geeignet und braucht nicht immer volle Aufmerksamkeit. Übrigens besitzt mehr als die Hälfte aller Britisch Kurzhaar-Katzen im Gegensatz zu anderen Kurzhaarrassen die seltene Blutgruppe B.
Geschichte der Rasse
Die Katze wurde wahrscheinlich vor 2000 Jahren durch die Römer nach Großbritannien gebracht. Dort begann man erst seit dem 19. Jahrhundert die Rasse gezielt zu züchten. 1871 gab in London im Crystal Palace es die erste Katzenrassenausstellung, wobei die British Shorthair (engl. für Britisch Kurzhaar) die am häufigsten ausgestellte Rasse war. Der Veranstalter der Ausstellung, Harrison Weir, war großer Katzenliebhaber und züchtete selbst BKHs. Nach dem Zweiten Weltkrieg drohte die Rasse zu verschwinden, weshalb Züchter einige Tiere mi nach Irland nahmen und dort in den Commonwealth die Rasse durch Einkreuzungen mit Persern und Kartäusern erneuerten. In den 1970ern kam die BKH in die USA, wo sie viele Anhänger fand.
Steckbrief
Enstehungszeit: 1880er Jahre
Ursprungsland: Großbritannien
Vorfahren: Haus-, Straßen- und Bauernkatzen
Synonyme: British Shorthair, Briten
Gewicht: 4-8 kg
Charakter: Freundlich und ruhig
Farbschläge
Ein- und Zweifarbig, Schildpatt, Smoke, Tabby, Silber-Tabby, Colourpoint
In der Hafenstadt Southampton im Süden Englands kam es in den letzten Wochen zu mehreren Diebstählen in einer Nachbarschaft, sodass die Leute einen Einbrecher in ihrer Gegend befürchteten.
Da bemerkte ein älteres Ehepaar, dass ihr siebenjähriger Kater Oscar, den sie aus einem Tierheim adoptiert hatten, der Übeltäter war: Dieser brachte in der letzten Zeit 70 Wäschestücke nach Hause wie Unterhosen und Socken.
Weil die Besitzer des kleinen Langfingers glaubten, dass ihre Katze bald dabei von den Nachbarn erwischt wird, zeigten sie ihren eigenen Kater an.
Ob der Kater wirklich eine Geldstrafe bekommt, ist noch unklar.
Aber eine Frage bleibt noch: Wozu braucht eine Katze 70 Unterhosen???????????!!!!!!!!!!
Viele Künstler aller Jahrhunderte waren vom Wesen der Katze inspiriert. Diese Kombination von sanft und wild in einem Tier erregte in vielen von ihnen eine große Faszination. So wurden die Katzen in unzähligen Gemälden festgehalten.
In Ägypten fing alles an: Bastet, die Katzengöttin, fand man auf alten Abbildungen und Statuen in Grabkammern. (Mehr dazu im Artikel „Antikes Ägypten“).
Auch im antiken Rom entdeckte man Bilder z.B. Mosaike mit Katzen als Motive.
Ende des 18. Jahrhundert wurde die Katze eines der beliebtesten Kunstmotive. In der Gesellschaft erstand zu der Zeit die gewünschte Ordnung, Bürgerlichkeit und Industrialisierung. Trotz allem bewahrte sich die Katze ihre Unabhängigkeit und natürliche Anmut. Sie widerspiegelte die Sehnsüchte der Menschen, den Wunsch Vernunft und Wille mit erotischem Verlangen vereinen zu können und den Traum der Freiheit. In der Romantik erkannte man das Geheimnisvolle und Magische der Katze, was den Menschen seit jeher fasziniert hat.
Der Künstler Pierre Auguste Renoir (1841-1919) malte Gemälde von Frauenportraits zusammen mit Katzen und auch andere Impressionisten (Improssionismus = abstrakte Kunst) wie Pierre Bonnard oder Félix Vallotton benutzt Katzen als Kunstmotive ebenso im Expressionismus (=„bewegte Kunst) hat die Katze eine tragende Rolle, wie z.B. bei Franz Marc und Ernst Ludwig Kirchner.
Nach dem 20. Jahrhundert bis heute gibt es kaum große und berühmte Bilder von Katzen, da die Künstler diese eher skizzierten. Paul Klee (1879 – 1940) ist wohl der bekannteste Maler mit einer großen Katzenleidenschaft. Er besaß selbst mehrere Stubentiger, die er alle auf Bildern und Fotografien verewigte. Dass Haustiere glücklich machen, erläuterte die Italienerin Marina Alberghini in ihrem Buch „Il gatto cosmico di Paul Klee“ (span. Die komische Katze des Paul Klee) und erklärte die wichtige Rolle der Katze für den Künstler im Privatleben.
Auch im asiatischen Raum wie in China und Japan sind Katzen oft auf Gemälden abgebildet vor allem als Freunde und Spielgefährten.
Jeder kennt bestimmt die japanische, winkende Katze namens „Maneki Neko“, die als Glücksbringer dient. Die Skulptur steht in vielen Geschäften und Häusern und wünscht mit einer Vorderpfote den Besuchern des Hauses Glück und Reichtum.
Alte, japanische Malereien von Katzen sind besonders durch deren Mythologie geprägt.
Auch in Animes (=japanischer Zeichentrick) spielen sie häufig große Rollen (z.B. in Sailor Moon oder Das Königreich der Katzen) und sind vor allem als Kemonomimi (jap. Tierohren) sehr beliebt.
Kemonomimis sind Menschen mit tierischen Merkmalen z.B. Ohren und Schwänze. Diese entstanden ursprünglich aus der japanischen Fabelwelt, in der Menschen Körperteile von Tieren wie Katzen, Hunden, Füchsen oder anderen Tiere besitzen.
Die Kunstgeschichte der Katze ist noch lange nicht abgeschlossen, was viele Comics wie z.B. Garfield zeigen und bis heute begeistert das wunderschöne Wesen der Samtpfote den Menschen.