Gebirge, Savanne, Wüste, …
… der Leopard (Panthera pardus) fühlt sich überall wohl. Die anpassungsfähigste Großkatze der Welt lebt im Nahen und Fernen Osten, in ganz Afrika südlich der Sahara, in Indien, im Himalaya, China und auch im Nordosten Russlands.
Wie auch alle andere Raubkatzen, wird der Leopard wegen seines schönen Fells und angeblich „heilenden“ Knochen und Organe gejagt. Er ist nicht wirklich menschenscheu und lebt auch gerne in der Nähe von deren Siedlungen und Viehherden, weshalb er von den Bauern oft brutal vertrieben wird. Außerdem ist der Leopard als gefährlicher Menschenfresser von ihnen gefürchtet. Einer dieser menschenfressenden Leoparden wurde 1926 erlegt, nachdem er im indischen Rudraprayag über neun Jahre lang mindestens 125 Menschen getötet hatte.
Die Männchen sind mit einer Gesamtlänge von 2,92 m doppelt so groß wie die Weibchen und wiegen etwa 90 kg, Weibchen etwa 30-60 kg.
Die Fellzeichnung kann nach Unterart manchmal sehr individuell sein. Aber insgesamt besitzt das gelb-braune Fell des Leoparden Flecken, die außen dunkle Tupfen haben und innen heller sind. Am Gesicht, Nacken, Tatzen, Bauch und Schwanz sieht man nur schwarze Vollflecke. Am Schwanzende gibt es oft Querringe. Das Fell weist an Brust, Bauch und den Innenseiten der Beine eine deutlich hellere Grundfärbung auf, als am Rücken.
Schwarze Panther, also eigentlich schwarze oder melanistische Leoparden, sind nicht einheitlich schwarz. Im richtigen Lichteinfall kann man die Flecken erkennen. Auch wenn beide Elternteile normal gefleckt sind, können im Wurf Schwärzlinge auftreten. Die meisten dunklen Exemplare kommen in feuchten, dichten Wälder vor wie in Burma, Nepal und Südwestchina und einigen Gebieten Südindiens, in Afrika eher selten.
Leoparden stehen immer auf der Liste von Wilderern und die Menschen bleiben auch seine größten Feinde. In Ostafrika wurden in den frühen 1960ern ca. 50.000 (!) Leoparden getötet, um den Bedarf des Pelzhandels zu befriedigen.
Der Leopard jagt am liebsten nachts. Dafür besitzt er sehr gute Augen, die sechsmal besser sehen als die vom Mensch und ein feines Gehör, dass in zum perfekten Jäger machen. Er jagt Gazellen, kleine Hirsche, Impalas, Wildschweine, Affen sogar Reptilien und Käfer oder Vögel wie auch kleine Raubtiere wie Schakale.
Mit seinem kraftvollen Kiefer zerquetscht er die Kehle des Beutetiers und erstickt es so anstatt ihr das Genick zu brechen. Nachdem er ein Beutetier wie z.B. eine Gazelle gerissen hat, schleppt er diese auf einen Baum, um sie vor Feinden wie Löwen oder Hyänen zu schützen. Außerdem hält Fleisch im Baum viermal länger als auf dem Boden. Hierfür braucht der Leopard starke Nackenmuskel. Es wurden schon Tiere gesehen, die Giraffen mit einem Gewicht von 125 kg bis zu 5 m hoch auf einen Baum schleppten.
Außerdem ist er ein brillanter Kletterer: Mit seinen einziehbaren Krallen kann er, im Gegensatz zu Hauskatzen, auch kopfüber hinabklettern. Den Tag verbringt der Leopard schlafend auf einem Baum, wo er in Sicherheit ist.
Auch können sie sehr weit springen. Es wurde schon ein Tier dabei beobachtet, wie er über 7m tief in einen Hohlweg und danach sofort wieder 3m hoch auf die andere Seite sprang.
Leoparden sind Einzelgänger und beanspruchen ein Revier von 16-96 km², Weibchen 5–30 km². Während der ganzjährigen Paarungszeit lässt das Weibchen Männchen in ihrer Umgebung zu und lebt und jagt ein paar Tage mit einem Männchen zusammen.
Nach 90-105 Tage langer Tragezeit können bis zu sechs Welpen zur Welt kommen, meist sind es aber nur 2 oder 3. Die Überlebensrate liegt im ersten Jahr bei 40-50%. Alle paar Tage trägt die Mutter ihre Jungen per Nackengriff in ein anderes Versteck, um sie vor Feinde wie Löwen oder männlichen Leoparden zu schützen. Schon mit fünf Monaten können die Welpen kleine Beutetiere erlegen. Generell bleiben sie zwei Jahre bei ihrer Mutter. Mit drei Jahren sind sie dann geschlechtsreif.
Leoparden können in der freien Wildbahn ca. 15 Jahre alt werden, in Zoos über 20 Jahre.
In der Antike wurden Leoparden für Tierkämpfe in Rom eingesetzt. In Indien gab es auch gezähmte Tiere und man hielt sie sich als Haustiere und später als Jagdgehilfen. Nach einiger Zeit erkannte man leider auch die Schönheit des Fells. Ende des 20. Jahrhunderts schätzte man die elegante Katze, sodass sie heute zu den Big Five, der fünf Hauptattraktionen einer Afrika-Safari, gehört.
Als Symbol für Kraft und Eleganz findet man den Leoparden auch in der Mythologie. Aus diesem Grund tragen die Häuptlinge der Benin noch heute Leopardenfelle. Ebenso tritt er eher negativ in der Bibel auf als gefährliches Raubtier:
„Und der Wolf wird beim Lamm weilen und der Leopard beim Böckchen lagern.“ (Kap.11, Vers 6)
Insgesamt gibt es 27 Untertaten des Leoparden. Von diesen ist der Arabische Leopard (P. p. nimr), der Kleinasiatische Leopard (P. p. tulliana) und der Amurleopard (P. p. orientalis) vom Aussterben bedroht. Eine gute Nachricht ist das mit 714 000 Tieren die Bestände in Afrika stabil sind, nur die asiatische Population der Leoparden nimmt durch Wilderer stark ab.
Zudem darf ich noch hinzufügen, dass der Leopard meine Lieblingsraubkatze ist



















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