König der Tiere …
Majestätisch, groß, mutig und stark: Diese Eigenschaften werden dem Löwen (panthera leo) zugesprochen. Besonders in der Antike war er das Symbol für Kraft und Tapferkeit und kommt so in vielen alten Schriften vor. Bis heute erscheint uns der Löwe immer wieder in der Kunst, Mythologie oder sogar im Himmel. Außerdem gehört er zu den beliebtesten Wappentiere.
Löwen kommen heute fast nur noch in Afrika südlich der Sahara vor, eine sehr kleine Population von Asiatischen Löwen leben im Gir-Nationalpark im indischen Bundesstaat Gujarat.
Dabei leben sie nicht nur in Savannen, ebenfalls findet man sie in manchen Regenwäldern und Berglandschaften.
Vor 2000 Jahren war der Löwe aber sehr viel weiter verbreitet, sie hielten sich sogar in Teilen Europas auf z.B. in der Türkei, Teilen Griechenlands bis zum Balkan. Aber dort wurde er 1 n.Chr. komplett ausgerottet.
Nach dem Tiger ist der Löwe die zweitgrößte Raubkatze mit einer Körperlänge von 2,40 m bis 3,30 m und einer Schulterlänge von etwa 1,20 m bei Männchen und 1,10 bei den Weibchen, der Schwanz ist bis zu 100 cm lang. Dabei kommen die männlichen Löwen auf ein Gewicht von bis zu 250 kg und die Weibchen auf etwa 130 kg.
Löwen besitzen ein kurzes ocker-farbendes Fell und eine Schwanzquaste, die Männer dazu noch eine dunklere Mähne. Je dunkler und länger die Mähne ist, desto attraktiver wirkt das Männchen auf die Weibchen, denn eine dunkle Mähne bedeutet gute Ernährung, Gesundheit und Kampfeskraft. Trotzdem bleiben Löwen wohl die schmucklosesten aller Katzen.
Löwen sind die einzigen Katzen, die im Rudel leben. Ein Rudel besteht aus mehreren Weibchen, die meistens alle miteinander verwandt sind, und einem oder zwei Männchen als Rudelführer. Die Löwinnen sind für die Aufzucht des Nachwuchses und der Jagd zuständig. Die Hauptaufgabe des Männchen ist es, dass Rudel vor Angreifer zu beschützen. Will ein fremder Löwe das Rudel übernehmen, kommt es zu Kämpfen zwischen diesen und dem Rudelführer, die nicht selten tödlich enden. Wenn der neue Löwe gewonnen hat, tötet er die ganzen Jungen, die vom vorherigen Männchen kommen, um sich dann anschließend mit den Weibchen zu paaren und die nächsten Kinder seine Gene besitzen. Normalerweise wechselt der Rudelführer etwa alle 3 Jahre. Die Weibchen aber bleiben ihr Leben lang in dem Rudel, in dem sie geboren wurden.
Nach einer Tragezeit von 14 Wochen kommen die 2-5 Löwenbabys mit einer fleckigen Zeichnung geboren, die mit dem Alter verblasst und wiegen bei der Geburt 1-2 kg. Nach 11 Tagen öffnen sie die Augen und nach 1 Monat rennen und spielen sie schon. Während ihre eigene Mutter auf der Jagd ist, werden sie von den anderen Weibchen, ihren Tanten und älteren Schwestern, in einem Art Löwenkindergarten betreut und gesäugt. So haben die Jungen eine höhere Überlebenschance. Sie sind mindestens 16 Monate lang vom Rudel abhängig. Wenn die jungen Männchen ausgewachsen sind, verlassen sie die Familie, um ein neues Rudel zu finden.
Das Brüllen des Löwen ist kilometerweit zu hören.
Löwen werden etwa 20 Jahre alt, wobei Männchen aber meistens früher sterben, wegen Kampfverletzungen oder Tod im Kampf mit einem Rivalen. In Gefangenschaft können sie aber fast 30 Jahre alt werden.
Es gibt auch vom Löwen einige Unterarten, diese unterscheiden sich hauptsächlich aber nur von der Herkunft.

Ernährung und Hormone beeinflussen die Größe der Mähne. Starke Männchen besitzen eine besonders lange Mähne. Es dauert bis zu 5 Jahre bis die sie ganz ausgebildet ist. (Bild: Asiatisches Löwenmännchen)

Der Berberlöwe ist heute nur noch in Zoos zu finden. Früher lebte er in Nordafrika, wurde dort aber vermutlich ganz ausgerottet. Sein Markenzeichen ist die sehr große und stark ausgeprägte Mähne.
Heute braucht sich der Löwe nicht mehr so vor Wilderern zu fürchten, denn die meisten leben in Nationalparks. Doch besonders im 20. Jahrhundert gehörte es sich für einen hochangesehenden Mann, einen selbstgeschossenen Löwen als Teppich im Heim als Deko zu haben.
Nunmehr sind sie beliebte Zirkustiere, was aber bei Tierschützern Kritik auslöst. Zum einem sind Löwen keine Schmusekatzen und wenn sie schlechte Laune bekommen, kann es für den Dompteur gefährlich werden und zum anderem brauchen die Katzen sehr viel Platz. In freier Wildbahn besitzen sie ein Revier von 50 km² – 200 km².
Heute leben etwa 20.000 bis 30.000 Tiere in der Wildnis.
Mythologie
Der Löwe ist eines der bekanntesten mythologischen Tieren überhaupt. Der griechische Dichter Homer erzählt vom Kampf vom Nemeischen Löwen und Herkules. Ebenfalls ist die Chimäre, ein Wesen mit Löwengestalt, einem Ziegenkopf auf dem Rücken und einer Schlange als Schwanz, ein Tier der griechischen Sagenwelt, das immer wieder in den Geschichten vorkommt.
Die ägyptische Göttin Sachmet (in Antikes Ägypten näher beschrieben) mit Löwenkopf, die Sphinx von Gizeh, … und der Löwe als Symbol vom Evangelisten Markus.
In der Bibel wird der Löwe immer wieder aufgegriffen (siehe auch Die Katze in der Religion).
So kann man den Löwen guten Gewissens als König der Tiere bezeichnen. Als Sinnbild für Kraft und Stärke griffen auch Herrscher wie Heinrich III., besser bekannt als Heinrich der Löwe auf ihn als deren Symbol zurück.
Der Löwe schaffte es mit Der König der Löwen sogar zum Filmstar:)


















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