Tiere gucken mit Restrisiko

Stell Dir vor, Du gehst in den Zoo und plötzlich stehst Du einer Raubkatze gegenüber.

Nicht durch die üblichen Zäune oder Glasscheiben, sondern ungeschützt, Auge in Auge. – Kein wirklich angenehmer Gedanke und man mag es kaum glauben, so unwahrscheinlich ist das gar nicht.

 

Gepard

Erst in der letzten Woche überwand im Zoo Nürnberg Gepardenmännchen „Turbo“ einen 2,70 Meter hohen Zaun, fiel ein Pony an und verschwand für etwa zwei Stunden in den Weiten des Zoos, bevor er schließlich mit Pfeilen betäubt  und ins Gepardengehege zurückgebracht werden konnte.

Kein Einzelfall! Jedes Jahr schaffen es etliche Tiere in Zoos, Tier- und Wildparks ihre Gehege und Behausungen „unrechtmäßig“ zu verlassen und für Aufregung zu sorgen. 

Die meisten dieser Vorfälle gehen glimpflich aus. – Für Mensch und Tier. Allerdings sind sowohl das Verhalten der Tiere in der ungewohnten Umgebung, als auch die Reaktionen der Besucher nicht wirklich kalkulierbar. Wie immer im Leben bleibt auch beim Zoobesuch ein Restrisiko.

Die Tiere der Titanic

Titanic

Quelle: Wikipedia

In genau 3 Monaten jährt sich zum 100en Mal der Tag, an dem die RMS Titanic nach der Kollision mit einem Eisberg  in den eisigen Fluten des Meeres versank und 1513 Menschen den Tod fanden.

An Bord des Schiffes befanden sich auch zahlreiche Tiere, von denen die meisten das Schicksal ihrer Besitzer teilten.

So sollen mindestens 9 bis 10 Hunde, die Schiffskatze „Jenny“, 30 Hähne je zwei preisgekrönte Hähne und Hühner, ein Kanarienvogel sowie ein Schweinchen an Bord gewesen sein.

Lediglich die fünf kleinen Hunde durften mit ihren Besitzern die Kabine teilen. Für die größeren Tiere gab es eine Zwingeranlage an Bord des Schiffes.

Bei den Hunden handelte es sich verschiedener Berichte zur Folge um Airdale-Terrier „Kitty“, 1 Chow-Chow, 1 Spitz, den Pekinesen „Sun Yat Sen“, eine preisgekrönte Bulldogge mit Namen „Gamon de Pycombe“, ein kleines Hündchen unbekannter Rasse, namens „Frou-Frou“ den Irischen Wolfshund des Kapitäns Edgar John Smith sowie den schwarzen Neufundländer „Rigel“.

Für die Hunde war eigenes Personal an Bord. Die Tiere wurden regelmäßig auf dem Achterdeck der Titanic „Gassi“ geführt.

Es kursieren Geschichten, nach denen nur drei der Hunde wieder zu ihren Besitzern fanden und mit diesen überlebten, nachdem die Zwinger der havarierten Titanic geöffnet wurden.

Angeblich soll „Rigel“ von Bord der Titanic gesprungen und fast drei Stunden lang geschwommen sein. Niemand hatte ihm geholfen und ihn an Bord eines der Rettungsboote gezogen. Er wurde später von der Carpathia, dem Schiff, das auch die Überlebenden des Untergangs nach New York brachte, aufgenommen und da sein Herrchen, das Unglück nicht überlebte, von einem der Seeleute der Carpathia adoptiert.
Nach einer weiteren, unbestätigten Story, soll der schwarze Neufundländer Rigel die Carpathia, erst durch Bellen auf eines der Rettungsboote aufmerksam gemacht haben.

Schiffskatze Jenny soll noch in Southampton, während die Titanic beladen wurde, einen Wurf aufgezogen haben. – Ihre Aufgabe an Bord war die Bekämpfung der etwa 2000 Ratten. (Da fragt man sich allerdings, wie eine Schiffskatze das schaffen soll   u n d   wer die Ratten wohl gezählt haben mag.)

Das Schweinchen, hat entgegen anderer Gerüchte, die Schiffsreise auf der Titanic übrigens nicht überlebt. – Das konnte es auch gar nicht, denn bei diesem Schweinchen handelte es sich um das Spielschwein der Passagierin Edith Rosenbaum, eine Art Spieldose, das die Melodie der Maxixe spielte.

Was ist denn ein Katzencafé?

Was ist eigentlich ein Katzencafé? – Nein.  Keine Kaffeebar für Katzen, sondern ein Café in dem Japaner – so wie hier in Tokyo – für etwa 600 Yen  (5 EUR) pro 1/2-Stunde Katzen streicheln können.

Das Stören schlafender Katzen ist übrigens verboten. Leckerchen (für die Tiere) kosten extra.

Säbelzahn in der Evolution mehrfach entwickelt

Übungsobjekte der Evolution?
 
Der Säbelzahn, der bis zu 28 cm lange, verlängerte Eckzahn und Wahrzeichen der Säbelzahn-Ur-Katzen hat sich – neuesten Forschungen der Britin Julie Meachen-Samuels zur Folge - im Laufe der Evolution mehrfach und scheinbar unabhängig von einander entwickelt.
Barbourofelidae

Quellfoto: Wikipedia, Dallas Krentzel

Auch die Barbourofelidae, katzenartige Raubtiere, die allerdings nicht zu den echten Katzen, wie die späteren Säbelzahnkatzen  gehörten, verfügten über diese gefährlichen Waffen. Die Barbourofelidae hatten die Größe eines Löwen, von der Statur her ähnelten sie auf Grund des kräftigen Körperbaus allerdings eher den Bären.

Beiden Säugetier-Familien gemeinsam war die Problematik, dass die langen, seitlich abgeflachten Säbelzähne recht zerbrechlich und damit nicht geeignet waren, Beutetiere festzuhalten.  Zum „Ausgleich“ verfügten Beutegreifer mit flacherem Säbelzahn über besonders große und kräftige Pranken, mit denen die Beute fixiert wurde.

Durch vergleichende Untersuchungen anhand von Knochen und Zähnen verschiedener früherer und heutiger Raubtierarten konnte eine Verbindung von längeren, abgeflachten (dünnen) Eckzähnen zu dickeren Knochen der Vordergliedmaßen nachgewiesen werden. Welche Art Fangzahn sich schließlich durchgesetzt hat, zeigt ein Blick (nicht nur..)  in die Katzenwelt.

Heutige Katzen verfügen zwar noch immer über verlängerte Eckzähne, diese sind allerdings erheblich kürzer und zeigen eine rundliche Form, die das Festhalten von Beutetieren mit dem Maul ermöglicht ohne, dass die Zähne dabei zu brechen drohen.